Vermögensverwalter irritiert mit Klimawandel-Immobilien

In den letzten Wochen sorgte das Immobilien-Startup „The Rise Real Estate” für Diskussionen in den Medien und sozialen Netzwerken: In Videos und Werbeclips auf YouTube, Twitter, Instagram und Co. werden Grundstücke fern der Küste angeboten, die in einigen Jahren am Meer liegen könnten – weil der Klimawandel die Meere ansteigen lässt. „Lassen Sie Ihre Rendite mit dem Meeresspiegel steigen“, wirbt der vermeintliche CEO der Firma in den Videos.

Die Katastrophe als Geschäftsmodell

Nun wird klar: Die Firma gibt es nicht. Hinter der Aktion steckt der digitale Vermögensverwalter Growney. Weil sich viele Menschen angesichts von Wirtschaftskrise oder Inflation für Immobilien als Anlagemöglichkeit interessieren, sollte damit eine andere Perspektive auf das Thema Investieren entstehen. „Die Aktion hat gezeigt, dass Menschen auf der Suche nach einer attraktiven Geldanlage Umwelt- und Naturschutz oftmals ausblenden. Mit nachhaltigen Anlagestrategien zeigen wir, dass Umweltschutz und Rendite sehr gut zusammen funktionieren können“, so Thimm Blickensdorf von der Growney-Geschäftsleitung.

Öffentliche Debatte über den Klimawandel

Mit Plakaten in einigen norddeutschen Städten, auf einer Website und mit Social Media-Videos wurden karge Grundstücke einige Kilometer entfernt von der Nordseeküste besonders günstig als künftige Traumlage mit Meerblick angepriesen. Das sorgte für Diskussion und Empörung: Sind Investoren wirklich so skrupellos, dass sie mit dem Klimawandel Rendite machen? Medien rätselten, was oder wer dahintersteckt, Klimaaktivisten wollten auf Twitter wissen, ob das ernst gemeint ist.

Mittlerweile sind sämtliche Werbemittel ausgetauscht, aus „The Rise Real Estate“ wurde „Stop The Rise“. Die Botschaft: Jeder kann etwas zum Klimaschutz beitragen – ob durch Spenden an Initiativen, eigenes Handeln oder eben mit einer nachhaltigen Geldanlage. Konzipiert und umgesetzt wurde die Kampagne von den Hamburger Kreativagenturen Philipp und Keuntje und FischerAppelt.

Nachhaltige Geldanlage: Wichtiger Hebel für Privatpersonen

Als digitale Vermögensverwaltung für Alle zeigt Growney, wie mit der richtigen Geldanlage und Rendite der Klimawandel bekämpft werden kann. Mit nachhaltigen Anlagen ist Erspartes kein Teil des Problems, sondern ein Teil der Lösung. Denn immer noch lassen in Deutschland viele Menschen ihr Geld einfach auf dem Girokonto oder Tagesgeldkonto herumliegen. 2022 erreichte das Geldvermögen von Privathaushalten in Deutschland gerade erst wieder einen neuen Höchststand – mit knapp acht Billionen Euro. „Vielen Sparern ist gar nicht bewusst, dass ihr Geld gezielt eingesetzt werden kann – zugunsten von Unternehmen, die auf ökologische, soziale und ethische Wirkung ihres Handelns achten und durch neue Technologien oder Innovationen zum Klimaschutz beitragen“, sagt Blickensdorf.