Spenden, stiften, Gutes tun: Berliner Startups bcause.com für alle

Das Berliner Regionalliga-Fußballteam „FC Viktoria“ versteht sich als Startup: Mit einem weiblichen Gründungsteam unter Beteiligung der Berliner Gründerinnenszene will man neue Wege gehen und über den Fußball hinaus wirken. Deshalb gründete der Verein mit Hilfe der Mitgründerin Verena Pausder die “ FC Viktoria Berlin Foundation“, eine Stiftung, die sich für Chancengleichheit und Gleichberechtigung im Frauensport einsetzt.

Statt eine eigene Organisation zu gründen, entschieden sich Pausder und weitere namhafte Persönlichkeiten aus der Startup-Welt wie Lea-Sophie Cramer und Christian Vollmann für „bcause„, eine Plattform, die die Idee einer Stiftung mit den Features und der Einfachheit einer App kombiniert. Die Einrichtung der “ 10 more in Stiftung“ der Amorelie- Gründerin Cramer und „Climate Impact Strategies“ von nebenan.de-Gründer Vollmann dauerte nicht länger als die Eröffnung eines Kontos bei einer Online-Bank.

Das Fintech-Startup bcause wurde gegründet von einer Gruppe erfahrener Profis um Susanna Krüger (vorher CEO Save the Children) und Felix Oldenburg (vorher Generalsekretär Bundesverband deutscher Stiftungen und Geschäftsführer von Ashoka). Bereits ein Jahr nach dem Start landete die Idee unter den Top drei der German Startup Awards. Hinter dem Startup stehen 30 Privatpersonen aus Familienunternehmen und Digitalwirtschaft, die rund vier Millionen Euro investiert haben. Die Liste von aktuell über 1.000 Nutzenden liest sich bereits wie ein Who-is-Who der Startup-Szene und Wirtschaft. Bislang war es nur auf Einladung möglich, die innovative Plattform zu nutzen. Jetzt endet die geschlossene Beta-Phase und bcause steht allen ohne Mindesteinlage offen. Denn das Ziel ist, das digitale Stiften so selbstverständlich zu machen wie das Online-Banking.

„Wir wollen mehr Menschen zu Spendern und Stiftern machen“

Gründerin Susanna Krüger fasst die Mission von bcause zusammen: „Wir wollen mehr Menschen zu Spendern und Stiftern machen – und mehr Geld fürs Gute aktivieren. Angesichts dringender Probleme werden 2023 immer mehr Persönlichkeiten ihre Netzwerke nutzen, um ihr Engagement für eine gute Sache zu verstärken.“

bcause-Gründer Felix Oldenburg hat reichlich Erfahrungen mit dem Thema Stiftung und meint: „Gutes zu tun im größeren Stil, war bislang mit viel Aufwand, Zeit und Kosten verbunden: Von der Recherche und Prüfung geeigneter Organisationen bis zur Gründung einer Stiftung mit Hilfe von Steuerberaterin oder Notarin ist es ein mühsamer Weg, der viele Menschen mit ausreichend Geld und guten Absichten abschreckt.“

Demokratie, Desinformation, Krieg, Pflegenotstand, Gesundheit, Umwelt und Klima: In Zeit multipler Krisen wächst das Bedürfnis, etwas zur Lösung der Probleme beizutragen.

Angesichts der Vielzahl dringender Probleme und Krisen stehen für die Nutzer von bcause meist nicht einzelne gemeinnützige Organisationen im Mittelpunkt, sondern Themenbereiche wie „Geschlechtergleichheit“, „Bildung“, „Frieden“, „Klimaschutz“ entlang der Nachhaltigkeitsziele der UN. Ist man sich hier über seine persönliche Motivation einmal im Klaren, empfiehlt bcause eine Auswahl passender und geprüfter Organisationen und Projekte, in die man spenden oder die sogar mit Impact Fonds und Darlehen finanziert werden können.

Weil bcause ein digitales Tool ist, bietet es Funktionen ähnlich einer Trading-App oder eines Sozialen Netzwerks: Im Mittelpunkt des Spender-Profils steht Überblick und Analyse, eingesetzte Beträge, Themen und Organisationen, die man unterstützt. Von anderen Mitgliedern kann man sich inspirieren lassen oder selbst seine Aktivitäten transparent und zur Nachahmung darstellen.

Die Idee von bcause hat auch Eckart von Hirschhausen überzeugt, der kurzerhand eine Stiftung mit dem Namen „Planetare Gesundheit“ gründete und die Fintech-Plattform nutzt, um seine Philanthropie-Aktivitäten an einem Ort zu organisieren und über die Community-Funktion Mitwirkende für seine Themen „Klima“ und „Gesundheit“ zu motivieren: „Wir müssen nicht das Klima retten, sondern uns“, erklärt von Hirschhausen, „mein Portfolio auf bcause bietet die Möglichkeit, Organisationen zu unterstützen, die sich auf unterschiedliche Weise für Planetare Gesundheit einsetzen.“

In Startup- und Unternehmerkreisen wird die „Online-Stiftung für die nächste Generation“, so Lea-Sophie Cramer, gerade zum Trend: Von der Klima-Gründerin Anna Alex bis zur Topmanagerin Martina Merz und von den Gründern des Berliner „St. Oberholz“ bis zum Sterne-Koch Johannes King nutzen immer mehr Prominente die Plattform. Noch im Sommer stellen Maja Göpel und Hannes Jaenicke ihr Engagement auf bcause vor. In den kommenden Monaten wird das Team von bcause regelmäßig über außergewöhnliche Geschichten von Menschen berichten, die Geld, Netzwerke und Expertise nutzen, um mit ihren Online-Stiftungen die Themen zu bewegen, die ihnen wichtig sind.

bcause.com ist eine Marke der gut.org invest in Berlin, die 2021 von Lukas Bosch, Susanna Krüger, Felix Oldenburg, Timm Richter, Sven Tantau, Nicole Weyde und der gut.org gAG gegründet wurde. Über 25 Unternehmer und vermögende Personen gehören zu den Investoren des missionsorientierten Fintech-Startup, das Engagement mit Vermögen professionell, inspirierend, smart und einfach gestaltet.