Alternative Investments bleiben für Versicherer attraktiv

Der Bundesverband Alternative Investments (BAI) hat die Publikation „German Alternative Investor Landscape: Insurance companies – Focus on interest rate turnaround, inflation, and ESG“ veröffentlicht.

Versicherungsunternehmen sehen sich gegenwärtig den Herausforderungen eines komplexen makroökonomischen Umfelds mit hoher Inflation und steigenden Zinsen ausgesetzt. Weiterhin spielt die Implementierung von ESG-Strategien eine zentrale Rolle für die Industrie. In seiner neuen Studie beleuchtet der BAI anhand repräsentativer Daten des „BAI Investor Survey 2022“ die beiden Themenfelder aus der Perspektive von Versicherungsunternehmen.

Die BAI-Daten deuten zwar darauf hin, dass mehr Versicherungsunternehmen als andere Investoren von größerer Bedeutung traditioneller Assets durch Zinswende und Inflation ausgehen, was durch ihre stärkere Ausrichtung auf nominale Renditeziele sowie durch den Denominator-Effekt erklärt werden könne. Jedoch geht auch aus den Daten hervor, dass Alternative Investments für sie weiterhin attraktiv bleiben und in der Strategischen Asset Allocation sogar weiter an Bedeutung hinzugewinnen. Illiquide Assets passen aufgrund ihres langen Anlagehorizonts besonders gut zu den langfristigen Geschäftsmodellen von Versicherungsunternehmen und bieten attraktive alternative Risikoprämien und Diversifizierungsmöglichkeiten.

Bezüglich ESG zeigen die Daten des BAI, dass ESG-Integration für Versicherungsunternehmen weiter an Bedeutung zugenommen hat und diese bereits deutlich mehr Ressourcen für die Umsetzung von ESG-Strategien bereitstellen als andere institutionelle Investoren. Auch nutzen Versicherungsunternehmen aufgrund unklarer regulatorischer Anforderungen und Unsicherheiten hinsichtlich ESG-Daten signifikant häufiger die Expertise externer Berater.

Zur Studie: Der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) mit Sitz in Bonn ist die Interessenvertretung der Alternative-Investment-Branche in Deutschland. Der 1997 gegründete Verband hat 269 Mitgliedsunternehmen aus allen Bereichen des professionellen Alternative-Investments-Geschäfts, wie zum Beispiel Banken, Fondsgesellschaften, Beratungsunternehmen, Hedge- und Private-Equity-Fonds sowie Branchen-Dienstleister.

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