Tagung zu Sustainable Finance, 10.11.2022, Tutzing/online

Bei Lebensmitteln, Energie und Kleidung legen viele Verbraucher seit Jahren Wert auf Nachhaltigkeit. Inzwischen dreht sich die gesellschaftliche Debatte auch um grüne Finanzprodukte. Die Hybrid-Veranstaltung „Finanzmärkte und Nachhaltiges Wirtschaften“ der Akademie für Politische Bildung und der TU München beschäftigt sich am 10. November mit dem aktuellen Sustainable-Finance-Diskurs.

Die Diskussion um den Klimawandel und seine Folgen hat zu einem Umdenken in der Weltwirtschaft geführt. Gleichzeitig diskutiert Europa über die Integration von Menschenrechten und Sozialstandards in globalen Lieferketten. Beide Entwicklungen fördern das Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten und die gesellschaftliche Debatte über grüne Investitionen. Im Zentrum steht die Ausrichtung der Finanzmärkte auf sogenannte ESG-Standards, die Umwelt-, Sozial- und Governancefaktoren berücksichtigen. Allerdings werden diese Standards sehr unterschiedlich interpretiert. Die Hybrid-Veranstaltung „Finanzmärkte und Nachhaltiges Wirtschaften: Chancen und Risiken“ der Akademie für Politische Bildung und dem Peter-Löscher-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsethik der TU München beschäftigt sich mit den aktuellen Entwicklungen des Sustainable-Finance-Diskurses und beleuchtet die Vor- und Nachteile der derzeitigen Gesetzgebung.

Ein grünes und nachhaltiges Finanzsystem

Eine Einführung zu Finanzmärkten und moralischen Investitionsentscheidungen gibt Raphael Max von der TU München, dabei geht er auf Zielkonflikte und ethische Verzerrungen ein. Über zukunftsorientiertes und nachhaltiges Anlegen und die Grenzen von Transparenz spricht Werner Hedrich von Global Invest. Lucia Alessi von der Europäischen Kommission analysiert den Einfluss der EU-Taxonomie auf den europäischen Finanzmärkten. Den notwendigen Übergang von einem risikobasierten zu einem allokativen grünen Kreditsystem diskutiert Katie Kedward vom UCL Institute for Innovation for Public Purpose in London. Das Spannungsverhältnis zwischen Staat und Finanzsektor beim Gestalten der grünen Transformation ist das Thema von Karsten Loeffler von der Frankfurt School of Finance & Management.

Welche Perspektiven Sustainable Finance für die Zukunft hat, diskutieren auf dem Podium

  • Susanne Seehofer (Corporate Strategy Sustainable Finance, BMW Group, FDP-Landtagskandidatin)
  • Markus Zimmer (Senior ESG-Economist, Alliance SE)
  • Jürgen Michels (Chefvolkswirt BayernLB)
  • Elizabeth Pollman (University of Pennsylvania Law School)

Wir laden Sie am 10. November in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie online. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Autor

  • Dunja Koelwel

    Dunja Koelwel arbeitet seit 1998 als Journalistin im Bereich ITK mit besonderem Fokus auf Payment & Banking. Nach ihrem Jurastudium startete sie beim e-commerce Magazin, das sie über 13 Jahre begleitete und leitete, danach war Head of Content bei Ebner Media Events und zuständig für die Inhalte der Konferenzen. Seit 2020 ist sie Chefredakteurin von gi Geldinstitute. gi Geldinstitute ist die Fachzeitschrift für Banken und Finanzdienstleister alle Art – von etabliert bis FinTech, die in print, online und diversen sozialen Medien zu IT-Trends und Lösungen, Strategien und Neuentwicklungen informiert.

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