Impact-Markt

Impact-Markt wächst innerhalb von auf drei Billionen US-Dollar

Der Aufstieg von Impact Bonds ist zehn Jahre nach der ersten Emission eine wichtige Entwicklung für Fixed-Income-Investoren. Der Markt ist mittlerweile auf über drei Billionen US-Dollar angewachsen und in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 wurden Impact Bonds im Wert von 698 Milliarden US-Dollar emittiert.

Green Bonds dominieren den Markt für Impact Bonds. Seit 2007 haben Green Bonds ein Volumen von mehr als 1,43 Billionen USD erreicht, und mehr als 500 neue Unternehmen haben in diesem Zeitraum Green Bonds emittiert, so David McNeil, Leiter Responsible Investment Research bei Insight Investment.

Impact-Markt: Neuer Rekord für Green Bonds

Die Emission von Impact Bonds durch Staaten und supranationale Organisationen hat weiter zugenommen, wobei Großbritannien und die Europäische Kommission ihre ersten Green Bonds im Jahr 2021 emittiert haben. Die Europäische Kommission hat im Oktober 2021 einen Green Bonds mit einer Laufzeit von 15 Jahren und einem Emissionsvolumen von 12 Milliarden Euro auf den Markt gebracht. Dies ist ein neuer Rekord für einen Green Bonds. Die Erlöse werden von den EU-Mitgliedstaaten für Projekte wie Energie- und Verkehrsinitiativen verwendet.

Social Bonds liegen im Trend der Green Bonds, insbesondere seit der Pandemie. Obwohl die Emission von Social Bonds im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um das 1,4-fache gestiegen ist, hat sich der Schwerpunkt des Marktes für Impact Bonds auf den Klimawandel verlagert. Das Emissionsvolumen von grünen und nachhaltigen Anleihen hat sich zwischen 2020 und 2021 mehr als verdoppelt und ist seitdem unverändert die wichtigste Kategorie.

David McNeil: „Positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie eine nachhaltige Performance bei festverzinslichen Wertpapieren lassen sich unseres Erachtens auf drei Arten erreichen: durch den Einsatz von Rendite / Impact Bonds, durch Investitionen in Unternehmen, die Erträge aus nachhaltigen Aktivitäten erwirtschaften, und durch die Anlage in Unternehmen, die Investitionen in nachhaltige Aktivitäten tätigen.“ Die Einführung von Qualitätsstandards für Green Bonds durch die EU, welche die von der International Capital Market Association (ICMA) aufgestellten Prinzipien für Green Bonds weiterentwickeln, wird allgemein als sinnvoll angesehen.

David McNeil: „Der Grenzwert für die Anpassung an die EU-Taxonomie von 85 Prozent der Erträge stellt für die Emittenten eine hohe Hürde dar und birgt das Risiko, dass die Standards europäisch bleiben, was zu einer zunehmenden Divergenz der Standards in den verschiedenen Regionen führen würde, anstatt zu einer Verbesserung der internationalen Standards im Laufe der Zeit beizutragen.“

Die Standards könnten auch darunter leiden, dass sie nicht einmal innerhalb Europas breite Akzeptanz finden. Solange es keinen formelleren Rahmen gibt, ist es für Investoren unerlässlich, eine angemessene Due Diligence durchzuführen, um nicht Opfer von Impact Washing zu werden. Auch der freiwillige Charakter des EU Green Bond Standards bedeutet, dass Investoren unbedingt eine angemessene Due Diligence durchführen müssen, um Impact Washing zu vermeiden.

Jeder fünfte Impact Bonds erfüllt nicht die Anforderungen

Von den insgesamt 1.235 Impact Bonds, die Insight von Ende 2017 bis Ende September 2023 bewertet hat, erfüllten 21 Prozent nicht den Anforderungen, um als echte Impact Bonds eingestuft zu werden. Im Jahr 2022 hat Insight 331 einzelne Impact Bonds von 168 Emittenten bewertet. Damit ist unsere Impact Bond-Datenbank im Vergleich zu 2021 um 64 Prozent gewachsen. In weiten Teilen des Marktes für Impact Bonds herrscht ein geringes Maß an Transparenz, was „Impact Washing“ erheblich begünstigt – das heißt, dass ein Emittent fälschlicherweise behaupten kann, er sei wirkungsorientiert, obwohl die positive Wirkung möglicherweise nur schwach oder oberflächlich nachgewiesen ist. Dies wiederum erschwert die Vergleichbarkeit bei der Emission und Berichterstattung von Impact Bonds.