Solar-Panel-Installation in Costa Rica

Fünf Gründe für Impact Investing

Nachhaltige Geldanlagen gewinnen zunehmend an Bedeutung und können einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Transformation unserer Gesellschaft leisten. Dabei geht es nicht mehr nur darum, Gewinne zu erzielen, sondern zusätzlich eine positive soziale und ökologische Wirkung (Impact) zu ermöglichen und Geld verantwortungsbewusst anzulegen.

Im Folgenden werden fünf Gründe für Impact Investing vorgestellt, die einen Überblick über diese zukunftsorientierte Form von Geldanlagen gibt.

Messbare und transparent nachvollziehbare Wirkung erzielen

Ein Grundsatz von Impact Investing ist, dass die nicht-finanzielle Wirkung der Investitionen gemessen und somit nachvollziehbar wird. Das Investmentkapital wird gezielt eingesetzt, um Veränderungen beispielsweise in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, ökologischer Wohnungsbau, Gesundheit oder erneuerbare Energien zu fördern und gleichzeitig Rendite zu erzielen. Mögliche Indikatoren zur Erfassung der positiven Wirkung sind eingespartes CO2 durch Einsatz erneuerbarer Energien oder die Anzahl geschaffener Schulplätze in Bildungseinrichtungen.

Darüber hinaus spielt Transparenz bei Impact Investments eine zentrale Rolle. Verschiedene Methoden zur Messung von Impact ermöglichen es, transparent nachzuvollziehen, wohin das investierte Geld fließt und welche Wirkung es dadurch entfaltet. Der Impact-Investment-Markt befindet sich in der Pionierphase, weshalb es bisher keine vereinheitlichte Art der Wirkungsmessung gibt und verschiedene Anbieter ihren Impact mit unterschiedlichen Messverfahren erfassen.

Höhere Rendite erhalten und nachhaltiges Wirtschaften fördern

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, stellt aber gerade deshalb auch eine Chance dar, die Welt zum Besseren zu verändern. Durch Impact Investments wird es als Anleger:in leicht, sowohl Rendite zu erzielen als auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unter Umständen können durch Impact Investments sogar höhere Renditen als durch herkömmliche Investments erzielt werden, denn Unternehmen, die durch Impact Investments gefördert werden, sind zumeist besonders innovativ und somit auch langfristig wettbewerbsfähiger. Impact Investments sind außerdem weniger starken Kursschwankungen unterlegen, was sie zu zukunftsgerichteten und sichereren Investments macht.

Mithilfe von Impact Investing kann nachhaltiges Wirtschaften langfristig und gewinnbringend gefördert werden. Durch Impact-Investitionen beispielsweise in saubere Energie werden Unternehmen dazu befähigt, sowohl CO2-Emissionen als auch Kosten einzusparen. Dies wird durch die Nutzung von eigenem Solarstrom möglich und hilft den Unternehmen dabei zu wachsen, neue Mitarbeitende anzustellen und gleichzeitig negative Umweltauswirkungen zu verringern. Ein anderes Beispiel von Impact Investments sind solche, die Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Dabei wird das Geld in Technologien zur Wasseraufbereitung und dem Aufbau von Wasser-Infrastruktur genutzt.

Fazit

Geld ist Macht und diese Macht gilt es zu nutzen, um gegen die Klimakrise anzuwirken. Mit Impact Investing kann diese Macht gezielt eingesetzt werden, und das zahlt sich für Anleger:innen gleich mehrfach aus. Nicht nur tragen sie so aktiv zum Klimaschutz und zum Kampf gegen die Klimakrise bei, sie unterstützen eine positive nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Da Impact-Investitionen außerdem resilienter gegenüber Kursschwankungen sind und sich langfristig als stabiler erweisen, kann nicht nur eine finanziell positive Wirkung erzielt, sondern darüber hinaus auch zeitgemäß Verantwortung übernommen werden. Dadurch, dass Impact Investments transparenter sind als herkömmliche Investitionen, ist es als Anleger:in möglich, genau nachzuvollziehen, wohin das Geld fließt und welche positive Wirkung es ermöglicht.

Autor

  • Markus Schwaninger

    Markus Schwaninger ist Co-Gründer und CFO des Impact-Investing-Anbieters ecoligo. Der Experte für nachhaltige Finanzen und erneuerbare Energien beriet zuvor Solarunternehmen zum Eintritt in Schwellenmärkte und war zwischen 2010 und 2011 maßgeblich an der Entwicklung des Marktes in Kenia beteiligt. Ihm wurde klar, dass finanzielle Hürden den Umstieg des Landes auf saubere Energien verhindern. Also ergriff er die Chance, nachhaltige Investitionsmöglichkeiten in Form von Crowdinvesting nach Europa zu bringen und diese mit Solarprojekten für Unternehmen in Schwellenländern zu verknüpfen.

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